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Tauben & Kunst

 

Die Taubenpost in der Kunst

Die Taubenpost findet sich auch in der Kunst wieder. Vor allem zur Zeit der Romantik, in der die Verbreitung der Brieftaube stark stieg, findet man dieses Motiv. Das berühmteste Beispiel hierfür ist das Gedicht Die Taubenpost von Johann Gabriel Seidl, das von Franz Schubert vertont wurde. Als Schuberts angeblich letzte Liedkomposition wurde sie posthum in der Liedersammlung Schwanengesang veröffentlicht.

Neben der Taubenpost als Motiv in der Dichtung und in der Musik findet man sie vor allem als Motiv für die künstlerische Gestaltung von Briefmarken. Bei diesen Marken handelt es sich nicht zwingend um Taubenpostmarken; auch Freimarken werden oft von einer Brieftaube geziert. Das am meisten verbreitete Motiv ist eine Brieftaube mit einem Brief im Schnabel. Die erste Freimarke, auf der eine Brieftaube zu sehen war, ist die Basler Taube. Sie wurde am 1. Juli 1845 vom Kanton Basel herausgegeben. Die Gestaltung übernahm der Architekt Melchior Berri. Die Taube wurde geprägt und steht daher aus dem Briefmarkenpapier etwas hervor. Das Briefmarkenmotiv wurde in den drei Farben schwarz, blau und karmin hergestellt und ist somit außerdem die erste mehrfarbige Briefmarke der Welt.

Die ersten deutschen Briefmarken, auf denen eine Brieftaube abgebildet war, sind gleichzeitig die ersten Flugmarken Deutschlands: sie wurden am 10. Juni 1912 anlässlich der Flugpost am Rhein und am Main als Briefmarkenserie zu drei Werten ausgegeben. Der Entwurf der Briefmarken stammte von Professor Kleunkens. Später wurden die Flugpostmarken mit dem Namen des befördernden Flugzeuges Gelber Hund und der Abkürzung E.EL.P. für Ex Est Luftpost überdruckt.

Weiterführende Links:
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