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Wissenswertes

 

Wissenswertes

Allgemein
Die Tauben (Columbidae) gehören zu einer artenreichen Vogelfamilie und zählen zu der Familie der Ordnung der Taubenvögel (Columbiformes).
Auch die im 17. und 18. Jahrhundert ausgerotteten flugunfähigen Dronten ("Familie" Raphidae, Gattungen Raphus und Pezophaps) der Maskarenen-Inseln müssen nach phylogenetischen Gesichtspunkten in die Familie der Tauben eingegliedert werden.
Die Familie umfasst ca. 40 Gattungen und mehr als 300 Arten. Beinahe alle Rassen der europäischen und asiatischen Haustauben gehen auf die Felsentaube (Columba livia livia) zurück. Die wenigen, beinahe vom Aussterben bedrohten Exemplare dieser Urform leben heute in Sardinien.
Die Taube wurde vor allen anderen Vogelarten, wie Huhn und Gans, vor rund 7.000 Jahren domestiziert.

Aussehen
Tauben sind gedrungen gebaute Vögel mit kurzem Hals und schlankem Schnabel. Die Nasenlöcher werden von einer Wachshaut bedeckt. Beim Trinken tauchen sie den Schnabel bis an die Nasenlöcher ins Wasser und saugen dieses auf diese Weise hoch. Taubenweibchen und Männchen unterscheiden sich in der Regel äußerlich nur geringfügig. Nur sind Letztere etwas kräftiger in der Statur und in ihrem Verhalten und ihren Gebärden aktiver. Die Hälfte der Muskelmasse von Tauben dient der Fortbewegung in der Luft. Da das Taubenskelett für den Flug geschaffen ist, ist es sehr leicht aber trotzdem stabil gebaut. Ein robustes Brustbein schützt den Brustkorb. Die Knochen sind innen hohl. Die Nahrung wird im Kropf vorverdaut und gelangt von dort in den Magen. Um die Verdauung zu unterstützen, fressen Tauben, wie alle Körnerfresser, zusätzlich kleine Steinchen. Das Federkleid besteht aus ca. 10.000 Federn. Diese sind in erster Linie gute Isolatoren und unterstützen zudem die „Leichtbauweise“ von Tauben. So können sie sogar eine sagenhafte Höchstgeschwindigkeit von ca. 160 km/h erreichen.

Verbreitung
Mit Ausnahme der Arktis und Antarktis kommt die Familie beinahe weltweit vor, mit der größten Formenvielfalt allerdings im Bereich von Südasien bis Australien.

Ernährung
Tauben ernähren sich von Samen, Früchten und anderen weichen Pflanzenteilen. Bei Nahrungsmangel sind sie was Futter anbelangt nicht gerade wählerisch.

Fortpflanzung
Viele Tauben führen eine lebenslange Einehe. Die Nester werden aus dünnen Zweigen und ähnlichem Material angefertigt. Die Gelege bestehen aus 1-2 Eiern und werden von beiden Geschlechtern bebrütet. Normalerweise hütet das Männchen das Nest tagsüber, das Weibchen nachts.
Anders als die meisten anderen Vögel produzieren die Tauben "Milch". Diese bildet sich durch die Auflösung von flüssigkeitsgefüllten Auskleidungszellen im Kropf. Jene äußerst nahrhafte Flüssigkeit wird von beiden Geschlechtern als Nahrung für die heranwachsenden Jungvögel erzeugt.
Bei Haustauben setzt sich die so genannte Kropfmilch zu 64 bis 82 % aus Wasser, zu 7 bis 13 % aus Fett und fettähnlichen Stoffen, zu 10 bis 19% aus Eiweiß, zu 1,6% aus Mineral- und Wirkstoffen wie Vitamin A, D, E und B-Komplexen zusammen. Die Jungen saugen bei der Nahrungsaufnahme die Kropfmilch aktiv aus dem Schlund der Eltern. In den ersten Tagen ihres Lebens verdoppeln sie ihr Gewicht täglich. Die Entwicklung der Tauben vollzieht sich rasend schnell; nach etwa 5 Tagen öffnen sie die Augen, bereits nach 3 Wochen ist das Gefieder voll entwickelt und schon nach etwa 4 Wochen folgen die ersten Flugversuche.

Weiterführende Links:
Informationen
Haustauben
Taubenrennen
Stadttauben

| uwe/ 06